Wortschatz des Tages - zur Vergangenheit

Lill von Seelenbotschaft - Februar 12, 2018


Wortschatz des Tages - zur Vergangenheit

Wortschatz des Tages!

Dieser Satz 'Lass die Vergangenheit lästern, sie ist gekränkt, denn ich bleib ihr nicht treu' ist aus einem Liedtext von Silbermond. Und genau diesen Textausschnitt finde ich wundervoll! Denn ich habe täglich die Wahl, mich ganz NEU auszurichten, wenn sich mein TUN in der Vergangenheit nicht mehr richtig anfühlt oder teils mein Leben sabotiert.

Anfangs schaltet sich immer der Meinungsmacher (Kopf) ein, um sich dagegen zu sträuben (erlebe ich im Augenblick sehr oft so) und es kommen dabei sehr häufig solche Gedanken hoch, die klingen schließlich wie ein mit dem Zeigefinger wedelndes 'Das macht man so!', oder ein 'Das war aber schon immer so!' oder auch 'Du kannst doch jetzt nicht so einfach deine Meinung ändern!'

OH DOCH... ich kann, wenn ich es möchte!

So vieles aus meiner Vergangenheit ist mir heute nicht mehr nützlich. Vieles davon entspricht zwischenzeitlich einfach gar nicht mehr meiner relativen Wahrheit, ganz zu schweigen von der absoluten Wahrheit. Es sind unzählige Überzeugungen und Regeln, die sich im Laufe meines Lebens angesammelt und durch ständige Wiederholungen tief eingeprägt haben.

Teilweise wurden sie einfach von den Eltern, Lehrern, Partnern, Freunden und Bekannten, sowie unserer gelebten westlichen Kultur und den Medien übernommen und kultiviert, bis sie schließlich zu einer Selbstverständlichkeit wurden - alles läuft quasi auf AUTOPILOT. Übrigens laufen in etwa 80% unserer Handlungen auf Autopilot.

Bitte jetzt nicht falsch verstehen! Automatismen und Routinen möchte ich hier auf gar keinen Fall verteufeln - ganz im Gegenteil, sie sind für unsere Entwicklung schon immer wichtig gewesen. Ansonsten würde der Mensch wahrscheinlich heute noch in der Höhle sitzen und hätte nicht gelernt, wichtige Gewohnheiten zu entwickeln, wie beispielsweise das Feuerholz nachzulegen.

Doch der Automatismus (im Unterbewusstsein) in uns entscheidet eben nicht zwischen einer guten und schlechten Angewohnheit, zudem kennt er auch kein Richtig oder Falsch. Er weiß nicht was gut oder was schlecht für uns ist, sobald eine Gewohnheit erst einmal entstanden ist. Der AUSLÖSER tritt ein, man spulst seine ROUTINE ab und erhält am Ende seine BELOHNUNG dafür - die drei Grundpfeiler! Beim Automatismus nimmt das Unterbewusstsein einfach die konditionierten Verhaltensmuster in sein Programm auf.

Zum Glück sind wir unseren Gewohnheiten (Automatismen und Routinen) keineswegs hilflos ausgesetzt. Doch wenn man an seinen unsinnigen Überzeugungen und Regeln etwas ändern möchte, lohnt sich ein genauer Blick darauf, wie all diese entstanden sind. Ein wiederholtes Verhalten geht allmählich in Fleisch und Blut über, wird also zu Automatismus und Routine.

Aber genau so, hat man die Chance all diese ungeliebten Themen wieder auszulöschen - durch das ERKENNEN der unbewussten Prozesse. Die drei oben erwähnten Grundpfeiler! Wenn sie erkannt wurden, kann man seine Verhaltensmuster (Gewohnheiten) beeinflussen und sie ganz NEU ausrichten und mit den erwünschten neuen Überzeugungen und Themen ersetzen.

Alles Liebe,
Lill ♥

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2 Kommentare

  1. Liebe Lill,

    das ist ein gaannnnz großes und weites Feld - die Glaubenssätze, die du schon im letzten Post beschrieben hast, die Gewohnheiten, die Routine.
    Ja, wir brauchen sie, weil sie einerseits unser Überleben sichern, auf der anderen Seite können sie die Entwicklung massiv bremsen.

    Ich kann mich erinnern, dass ein Shiatsulehrer uns mal einen enorm wichtigen Tipp gegeben hat - einfach jeden Tag etwas tun, was man noch nie gemacht hat. Da geht es nicht um die großen Dinge, sondern genau um die Routinetätigkeiten.

    Und selbst mit diesem Wissen braucht es dauernde Erinnerung daran, eine wache Präsenz und eine gute Disziplin.

    Doch jeden Tag diese Chance ergreifen, das lohnt sich.

    Herzliche Grüße
    Veronika

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    1. Liebe Veronika,
      ganz lieben Dank für deinen Besuch und deine wundervollen Worte zu meinem heutigen Thema. Damit hast Du mir ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert! Diesen Tipp von dem Shiatsu-Lehrer habe ich in sehr ähnlicher Form auch schon gehört und finde ihn hilfreich. Was die Erinnerung angeht, so hat man viele Möglichkeiten (so wie z.B. ein schönes Armband). Gut, mit der Disziplin (oder dem inneren Schweinhund) etwas schwerer. Ich persönlich verbinde vieles mit einem täglichen Spaziergang (wegen Hund) oder mit dem Fotografieren, sowie mit einer Tasse Kaffee in der Hand - dabei geht es viel leichter ;o)

      Alles Liebe,
      Lill ♥

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